Nachhaltige Ernährungsbildung/ GemüseAckerdemie

Freude an nachhaltiger Ernährung und am handwerklichen Kochen

Wir erachten es als unsere Verantwortung und als eine tolle Herausforderung, das Wissen um den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln sowie die Leidenschaft zum Kochen an jüngere Generationen weiterzugeben. Denn in Zeiten von Bewegungsmangel, Fast Food und einer weltweiten Verknappung der natürlichen Ressourcen gewinnen eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete, „gesunde“ Ernährungsweise bzw. die Auswahl ökologisch schonend erzeugter, hochwertiger Lebensmittel aus regionalem Anbau immer mehr an Bedeutung.

Initiative „Wir lernen nachhaltig kochen. Vom Acker bis auf den Teller“

Im Rahmen unserer Initiative „Wir lernen nachhaltig kochen. Vom Acker bis auf den Teller“ veranstalten wir seit 2009 regelmäßig Kurse und Lerneinheiten für Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen. Sie halten dabei selbst den Kochlöffel in der Hand und erfahren beim Blick „hinter die Kulissen“ in Küche, Einkauf sowie auf den Höfen der Erzeuger in der Umgebung unter fachkundiger Anleitung altersgerecht mehr über den Ursprung der Lebensmittel, regionale Esskultur und die Bedeutung guter, wohlschmeckender Kochrezepte. Neben den Veranstaltungen in unserem Landhaus sind wir häufig in Schulen unterwegs und arbeiten unter anderem mit dem „Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein“ (IQSH) und dem Kinderschutzbund zusammen. Im Frühling 2013 haben wir zusätzlich auf einem Stück Acker hinter unserem Landhaus eine klassische Dreifelderwirtschaft angelegt, die wir gemeinsam mit dem Archehof Bredland aus Blunk nachhaltig bewirtschaften.

Neben dem Kennenlernen alter Nutztierrassen von der sogenannten „Roten Liste“, die sich oft auf dem Teil Grünland aufhalten, können Schulklassen und Kindergartengruppen hier viel Natürliches über Aussaat, Wachstum und Ernte verschiedener Feldfrüchte erfahren. Im Spätsommer 2013 hat  bereits die erste große Kartoffelernteaktion mit Schülern aus der Heinrich-Rantzau-Schule aus Bad Segeberg stattgefunden. Gemeinsames Ernten, Kochen und Genießen vom Acker bis auf den Teller bildete den Kern dieser Aktion! Regelmäßig finden auch sog. „Kräuterwanderungen“ mit der Bio-Gärtnerei Wilde Kost aus Blunk statt, wobei die Kinder zunächst viel Wissenswertes über oft unbekannte Wildkräuter im Kontext der Biodiversität erfahren und im Anschluss in der Landhausküche, schmackhaft und handwerklich damit zu kochen.

 

Videoclip von der gemeinsamen Kartoffelernte 2013:

Die GemüseAckerdemie– seit April 2016 auch bei uns im Landhaus!

Im April haben wurde auf unserem Acker hinter dem Landhaus die erste GemüseAckerdemie Schleswig-Holsteins eröffnet. Dies ganzjährige, theorie- und praxisbasierte Bildungsprogramm wurde vom Verein Ackerdemia e.V. aus Berlin/ Potsdam entwickelt und hat zum Ziel , die Wertschätzung für Lebensmittel bei Kindern und Jugendlichen zu steigern und dem Wissens- und Kompetenzverlust im Bereich Lebensmittelproduktion, Entfremdung von der Natur, ungesunder Ernährung und Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Das Konzept lässt sich individuell in das bestehende Lehrangebot von Schulen und auch in Kitas integrieren.  Innerhalb des Programms werden Ackerflächen, Saatgut, Lehrpläne sowie viele koordinative Leistungen von Ackerdemia e.V. bereitgestellt, so dass ein reibungsloser Ablauf garantiert werden kann. Die Bewirtschaftung der Ackerflächen erfolgt durch die Kinder in Mehrgenerationen-Teams, die sich für jeweils eine Gemüseparzelle verantwortlich zeigen. Unter fachlicher und pädagogischer Anleitung bauen die Kinder und Jugendliche mehr als 25 verschiedene Gemüsearten nach ökologischen Kriterien an. Die Ernte wird im Anschluss vermarktet, so dass die Kinder die vollständige Wertschöpfungskette des Gemüses erleben und selbst gestalten.

Bei uns am Landhaus ackert der DRK-Kindergarten „Immenhuus“ aus Klein Rönnau auf den Gemüseparzellen.

Hier geht es zur GemüseAckerdemie